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7. Newsletter „Rassismuskritische Migrationspädagogik“

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg_innen,

noch im August wurden die Flüchtlingszahlen für dieses Jahr mit 450 000 benannt. Im September wurde die Zahl auf 800 000 korrigiert. Das was wir die „Autonomie der Migration“ nennen wurde selten so sichtbar. Menschen machen sich auf den Weg und lassen sich nicht aufhalten, wenn sie keinen anderen Ausweg mehr sehen.

Auf der anderen Seite: Überfüllte LEAs, Zeltstätte, Containerdörfer. Sie sind zum Zeichen von Machtlosigkeit und von fehlenden Konzepten geworden. Auf politischer Ebene hat die Bundespolitik erst jetzt begonnen zu reagieren, viele Kommunen scheinen überfordert. Zivilgesellschaftlich gibt es einerseits sehr großes Bürgerengagement. Auf der anderen Seite nimmt rassistisch motivierte Gewalt zu. Es gibt beinahe täglich (!) einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim. Eine neue „Qualität“ zeigt sich darin, dass sich Gewalt und Hetze auch gegen ehrenamtliche Engagierte, DRK-Mitarbeiter_innen und Polizei richtet. Wo sich in den letzten Jahren starke rechtsextremistische Gruppen festsetzen konnten, steigt die Zustimmung auch derer, die nicht extremistisch orientiert sind, zu ausgrenzenden Vorurteilen an. Während hier die Zivilgesellschaft zusammenzubrechen droht, beginnen vielerorts pädagogische Fachkräfte, Lehrer_innen und Betriebe pragmatische Lösungen für die Herausforderungen im Zusammenleben mit den Geflüchteten zu finden.

Wir haben in diesem Newsletter einige Links zum Thema Flüchtlinge gesammelt,
Sollten Sie auf kritische lesenswerte Beiträge stoßen, freuen wir uns, wenn Sie sie uns weiterleiten an newsletter@rassismuskritik-bw.de

In diesem Newsletter haben wir für Sie aktuelle Veranstaltungen und neue Materialen rund um das Thema Rassismus und Migration zusammengestellt.

Mit besten Grüßen
Andreas Foitzik und Sabine Pester

7. Newsletter „Rassismuskritische Migrationspädagogik“ – September 2015:

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