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36. Newsletter „Rassismuskritische Migrationspädagogik“

Liebe Newsletter-Leser_innen,

Als ich vor mehreren Wochen über das Gelände der documenta 15 ging, war ich fasziniert von dem vielschichtigen Ausdruck von kollektiven Stimmen aus dem globalen Süden. Einige der Kollektive saßen um große Tische im Hinterhof der Ausstellungshallen. Es war sichtbar und spürbar, wie hier eine ganz andere Art, Kunst zu machen, plötzlich mitten in einer der wichtigsten Kunstausstellungen Europas ihren Platz fand. Ich verstehe wenig von Kunst, was ich aber verstand, dass hier ein kultureller Ausdruck sichtbar wurde, der lange aus einer europäischen Perspektive unsichtbar war. Eine spezielle Form der „cancel culture“. Weiterlesen

Kundgebung gegen den Krieg Oldenburg

35. Newsletter „Rassismuskritische Migrationspädagogik“

Schwerpunkt: Ukraine

Diesmal mit dem Schwerpunkt Krieg in der Ukraine und die Folgen. Eingeleitet wird der Schwerpunkt mit einem Kommentar zur aktuellen Situation von der Tübinger Regionalgruppe des Netzwerks, der unter dem Titel „Der Krieg in der Ukraine ist auch eine pädagogische Herausforderung“ schlaglichtartig Fragen sammelt, die sich jetzt in unterschiedlichen Kontexten im Sozial- und Bildungsbereich stellen. Weiterlesen

Post/pandemisches Cover

34. Newsletter „Rassismuskritische Migrationspädagogik“

„Ist die Ausgrenzung von Ungeimpften nicht auch Diskriminierung?“ Diese Frage wird uns gerade immer wieder gestellt. Von Schulsozialarbeiter_innen, von Personalrät_innen, von Kolleg_innen, allesamt der Coronaleugnung völlig unverdächtig. „Wird hier nicht, so definiert ihr doch Diskriminierung, eine Gruppe zu einer Gruppe gemacht, mit negativen Bildern belegt und systematisch benachteiligt?“. Weiterlesen

Moria als Symbol für die Verachtung der Menschenwürde in Europa

 Dieser kleine Text ist eine erste empörte Reaktion aus den Reihen des Netzwerks auf die Eskalation der Situation im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos, über die wir in den letzten Newsletter immer wieder berichtet haben. Er wurde geschrieben am 9. September 2020 – in den ersten Stunden nach Bekanntwerden der Brandkatastrophe. Ein Brand, von dem wir bis heute nicht wissen, wie er zu Stande kam. In der aktuellen politischen Diskussion wird die behauptete und auch mögliche Brandstiftung durch Geflüchtete selbst benutzt, um die breite Forderung nach einer schnellen humanitären Aufnahme der nun obdachlosen Geflüchteten zurückzuweisen. Auch deswegen lenkt der Text die Frage der Verantwortung für die Katastrophe auch auf uns selbst. Diese Selbstbefragung ersetzt keine Analyse, was jetzt zu tun wäre, sondern fordert (uns) alle, die nun mit Entsetzen die Bilder aus Moria sehen, auf, sich mit dieser Frage wieder mehr zu beschäftigen. Weiterlesen