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Einmischung

Wir nehmen aus unserer professionellen Perspektive heraus bei aktuellen Anlässen Stellung zu (fach-)politischen Fragen. Mit dem Aufruf “PädagogInnen gegen Abschiebung von Flüchtlingen in den Kosovo” haben wir dabei auch landes- und bundespolitische Akzente gesetzt.

Daneben führen wir öffentliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen durch oder veröffentlichen inhaltliche Positionen.

„Nie wieder!“ und der Wunsch, nichts zu wissen

Ein aktueller Kommentar von Astrid Messerschmidt

Migration ist zu einem Platzhalter für alle möglichen Äußerungen der Unzufriedenheit, des Gefühls, zu kurz zu kommen und der Angst geworden. Europaweit sorgt das Thema für die Reaktivierung nationaler Identitätsbehauptungen. In Deutschland lässt sich das anhand der Umdeutung eines bedeutenden Topos beobachten. „Nie wieder!“ stand bis vor kurzem für die Abgrenzung von allem, was mit dem Nationalsozialismus in Verbindung steht und ist im Lauf der Zeit zu einer Formel der Selbstvergewisserung gemacht worden, so als sei das, wozu die zwei Worte aufrufen, bereits umgesetzt, so als gäbe es in der deutschen Gesellschaft und Politik tatsächlich nichts mehr von dem, was den NS ausmachte, keinen Rassismus, völkischen Nationalismus und schon gar keinen Antisemitismus. Weiterlesen

Nach Köln – sprechen über Sexismus und Rassismus

Wir freuen uns sehr, an dieser Stelle den Vortrag von Astrid Messerschmidt „Nach Köln – sprechen über Sexismus und Rassismus“ zur Verfügung stellen zu können.

Der Vortrag ist ein Beitrag zu einer Veranstaltung am 28. Januar 2016 in Tübingen. Eingeladen hatten dazu die Tübinger Regionalgruppe des Netzwerks in Kooperation mit dem Institut für Erziehungswissenschaft. Zu dieser Netzwerkveranstaltung nur wenige Wochen nach den Ereignissen der Silvesternacht kamen 300 Besucher_innen. Die große Resonanz verdeutlicht, wie groß der Bedarf an Orientierung in schwierigen Debatten im Moment ist.

Astrid Messerschmidt: Nach Köln – sprechen über Sexismus und Rassismus. Vortrag vom 28.01.2016:

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Aufruf für solidarische Bildung

Für solidarische Bildung in der globalen Migrationsgesellschaft. Ein Aufruf aus Erziehungswissenschaft, Pädagogik und Sozialer Arbeit

Das Bedürfnis nach angemesseneren Lebens- und Arbeitsbedingungen, aber auch die vielfache wechselseitige, praktische Verwiesenheit der Weltbevölkerung aufeinander, verbindet geflüchtete Menschen, Menschen an den Zielorten der Flucht und etablierte Bewohner_innen der relativ privilegierten Zielorte dieser Welt. Darauf kann eine zeitgemäße Solidarität aufbauen. Der Impuls, der von Migrationsbewegungen ausgeht, ist somit weitreichender als die verbreitete pädagogische Reaktion, die auf die „Integration von Migrant_innen“ fokussiert ist und „Willkommenskulturen“ propagiert . Mit einer migrationsgesellschaftlichen und machtreflexiven Pädagogik verbindet sich vielmehr ein politisches Projekt, das die Ordnung der pädagogischen, ökonomischen und sozialen Organisationen und der Bildungsinstitutionen theoretisch, konzeptionell und praktisch zum Thema macht und zu revidieren beabsichtigt. Weiterlesen

Poster Veranstaltung Morrison

Strategien gegen institutionellen Rassismus – Lernen von Großbritannien?

Veranstaltung der Regionalgruppe Tübingen in Kooperation mit dem Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen und dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften, Regionalstelle Tübingen:

Chester Morrison, West Midlands Police Caribbean Reference Group, Wolverhampton

im Dialog mit Dr. Axel Pohl, anschließend Diskussion

Mittwoch, 29. April 2015, 20.15 Uhr
Institut für Erziehungswissenschaft, Raum 113, Münzgasse 22, Tübingen

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