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Was heißt denn hier Hilfe? 26. Juli in Tübingen

Unterstützungsarbeit – auf Augenhöhe mit Geflüchteten?!

Videopräsentation – Vortrag – Reflexionsräume

mit Thomas Gebauer, medico international

26. Juli, 19 Uhr – 22 Uhr
Tübingen, Alte Aula, Münzgasse (neben Stiftskirche)

„Helfen“, eine Geste der Menschlichkeit, eine normale Sache, nichts worüber man viel Aufhebens machen muss? Und doch merken wir immer wieder, in der Sozialen Arbeit, wie auch im ehrenamtlichen Engagement, dass „Helfen“ eine vielfach voraussetzungsvolle und widersprüchliche Beziehung darstellt. Dies umso mehr, wenn diejenigen, die Hilfe anbieten, und diejenigen, die sie annehmen, strukturell einen so unterschiedlichen Platz in der Gesellschaft einnehmen, wie dies in der ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten der Fall ist. Gerade hier wird aber häufig von einer „Begegnung auf Augenhöhe“ gesprochen. Geht das? Was macht das Gepäck von hunderten Jahren machtvollen „Helfens“ des Westens gegenüber dem globalen Süden mit den Beteiligten? Wie kann eine Hilfe gelingen, in der die Geflüchteten mehr und nicht weniger Verfügung über ihr eigenes Leben erhalten?

Das Netzwerk rassismuskritische Migrationspädagogik hat zusammen mit dem IQ-Landesnetzwerk Baden-Württemberg zu diesen Fragen ein kurzes Video gedreht (siehe „Erklärvideo“ auf dieser Seite).

Im Anschluss wird Thomas Gebauer mit einem Vortrag Impulse setzen. Er ist Geschäftsführer der Menschenrechts- und Hilfsorganisation medico international, die sich auf die Fahnen geschrieben hat Hilfe zu verteidigen, Hilfe zu kritisieren und Hilfe zu überwinden. Die versucht, mit den Menschen statt für sie zu arbeiten. Und die gleichzeitig Hilfe im gesellschaftlichen Kontext betrachtet und repolitisiert. Diese „Hilfe im Handgemenge“ scheint uns auch für die ehrenamtliche Unterstützung für Geflüchtete ein fruchtbarer Ansatz.

Im dritten Teil des Abends wollen wir in kleinen Runden Reflexionsräume eröffnen, um unsere Fragen zu vertiefen.

Es laden ein:

Nachtrag: Podcast zum Nachhören des Vortrags von Thomas Gebauer und das Vortragsmanuskript als PDF-Datei sind in einem separaten Artikel zu finden.